Das Wichtigste in Kürze
- Verstöße gegen Amazons Richtlinien meldet man über „Missbrauch melden“ direkt unter der Rezension.
- Rechtswidrige Inhalte wie unwahre Behauptungen oder Beleidigungen lassen sich als rechtswidrig melden. Amazon muss solche Meldungen nach dem Digital Services Act prüfen.
- Je genauer, desto besser: eine Rezension pro Meldung, wörtliches Zitat, klarer Grund und ein Beleg.
„Missbrauch melden“ bei Richtlinienverstößen
Unter jeder Rezension auf amazon.de steht der Link „Missbrauch melden“. Darüber können angemeldete Kunden eine Rezension melden, die gegen die Community-Richtlinien verstößt. Das passt, wenn die Bewertung zum Beispiel nur den Versand bewertet, Werbung oder Links enthält, persönliche Daten nennt oder beleidigend ist.
Der Weg ist schnell, bietet aber kaum Raum für eine ausführliche Begründung. Er eignet sich deshalb vor allem für eindeutige Fälle.
Rechtswidrige Inhalte melden
Ist eine Bewertung nicht nur regelwidrig, sondern rechtswidrig, gibt es einen zweiten Weg. Nach dem Digital Services Act (DSA) müssen Online-Plattformen ein Verfahren anbieten, über das jeder rechtswidrige Inhalte melden kann. Die Plattform muss solche Meldungen zügig und sorgfältig prüfen und dem Meldenden mitteilen, wie sie entschieden hat.
Hier kommt es auf die Begründung an: Welche Aussage genau ist rechtswidrig, und warum? Bei einer unwahren Tatsachenbehauptung gehört dazu, was stattdessen stimmt und womit es sich belegen lässt. Eine Kanzlei kann die Meldung als Beanstandung formulieren, mit Frist und im Auftrag des Händlers.
Als Markeninhaber
Markeninhaber, die bei Amazon Brand Registry angemeldet sind, haben zusätzliche Werkzeuge, um Verstöße zu melden. Für einzelne Rezensionen gelten aber dieselben Maßstäbe: Amazon entfernt nur, was gegen die Richtlinien oder das Recht verstößt.
So hat Ihre Meldung die besten Chancen
- Eine Rezension pro Meldung. Sammelmeldungen sind schwer zu prüfen.
- Den genauen Grund nennen. „Bewertet ausschließlich die Lieferung“ ist besser als „unfair“.
- Wörtlich zitieren. Die beanstandete Aussage genau so wiedergeben, wie sie in der Rezension steht.
- Belegen. Was stimmt stattdessen? Prüfbericht, Zertifikat, Abgleich mit Ihren Bestellungen.
- Vorher sichern. Screenshot und Link zur Rezension mit Datum aufheben.
- Sachlich bleiben. Keine Vermutungen über den Verfasser, nur überprüfbare Punkte.
Was nach der Meldung passiert
Amazon prüft die Meldung und entscheidet selbst. Ob eine Rezension entfernt wurde, sehen Sie auf der Produktseite. Bei Meldungen rechtswidriger Inhalte muss Amazon Ihnen die Entscheidung mitteilen. Wird eine Meldung abgelehnt, lohnt sich ein genauer Blick auf den Grund: Manchmal fehlt nur ein Beleg.
Melden mit AMZDelete
AMZDelete liest die Bewertungen mit 1 und 2 Sternen Ihrer Produkte und zeigt Hinweise auf mögliche Verstöße. Ob sich eine Meldung lohnt, prüft unsere Partnerkanzlei. Richtlinienverstöße meldet sie über den dafür vorgesehenen Weg, Rechtsverstöße mit einer begründeten Beanstandung. Sie zahlen nur für Bewertungen, die danach tatsächlich entfernt sind.
Häufige Fragen
Brauche ich ein Amazon-Konto, um eine Bewertung zu melden?
Für „Missbrauch melden“ müssen Sie bei Amazon angemeldet sein. Mit AMZDelete meldet unsere Partnerkanzlei für Sie.
Was mache ich, wenn Amazon die Meldung ablehnt?
Dann kommt es auf den Grund an. Oft hilft ein besserer Beleg oder ein passenderer Grund. Ist die Bewertung eine zulässige Meinung, bleibt sie stehen.
Lohnt es sich, alle negativen Bewertungen zu melden?
Nein. Melden Sie nur Bewertungen mit einem echten Verstoß. Zulässige Kritik bleibt stehen, und unbegründete Meldungen kosten nur Zeit.
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine rechtliche Prüfung im Einzelfall. Ob sich eine Bewertung angreifen lässt, prüft bei AMZDelete unsere Partnerkanzlei.